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Ratgeber - Bericht und Zeugnis

Einleitung im Praktikumsbericht schreiben

Was in die Einleitung deines Praktikumsberichts gehört, was noch nicht, in welcher Reihenfolge du schreibst und wie Satzanfänge aussehen können.

Stand

Kurzantwort

Die Einleitung ordnet dein Praktikum kurz ein: Betrieb, Zeitraum, Bereich, warum du dich dafür entschieden hast und was du erwartet hast. Sie beschreibt noch keine Tätigkeiten und nimmt das Fazit nicht vorweg.

Bitte beachten

Die Beispiele auf dieser Seite sind Satzanfänge und Gegenüberstellungen zum Weiterschreiben. Eine fertige Einleitung zum Übernehmen findest du hier bewusst nicht - dein Bericht soll deine eigene Erfahrung wiedergeben.

Was in die Einleitung gehört

Die Einleitung erklärt der lesenden Person in wenigen Absätzen, worum es im Bericht geht. Sie beantwortet die Fragen: Wo warst du, wann, warum dort und mit welcher Erwartung?

  • wo das Praktikum stattgefunden hat, in einem Satz
  • Zeitraum und Dauer
  • Branche oder Tätigkeitsbereich
  • warum du diesen Praktikumsplatz gewählt hast
  • welche Erwartungen du vorher hattest
  • welche Fragen oder Ziele du mitgebracht hast

Nicht jede Schule und jede Hochschule verlangt genau dieselben Bestandteile. Sieh vorher in die Vorgaben oder das Aufgabenblatt - sie gehen immer vor.

Was noch nicht in die Einleitung gehört

Die häufigste Schwierigkeit ist nicht ein zu kurzer, sondern ein überladener Einstieg. Diese Inhalte haben eigene Kapitel:

Eine Reihenfolge, die funktioniert

  1. Praktikum kurz einordnen. Art des Praktikums, Betrieb, Bereich, Zeitraum.
  2. Wahl erklären. Was hat dich an genau diesem Bereich interessiert?
  3. Erwartungen und Ziele nennen. Was wolltest du herausfinden oder ausprobieren?
  4. Überleitung zum Hauptteil. Ein Satz, der ankündigt, worum es im Folgenden geht.

Satzanfänge zum Weiterschreiben

Beispiel

Die folgenden Anfänge sind bewusst unvollständig. Sie sollen dir das erste Wort abnehmen, nicht den Inhalt.

Schülerpraktikum

  • „Mein Betriebspraktikum habe ich vom … bis zum … bei … absolviert, einem …“
  • „Für diesen Bereich habe ich mich entschieden, weil …“
  • „Vor dem Praktikum wusste ich über den Beruf vor allem, dass …“

Freiwilliges Praktikum

  • „In den Sommerferien wollte ich herausfinden, ob …“
  • „Ich hatte mir vorgenommen, in diesen Wochen vor allem … kennenzulernen.“

Pflichtpraktikum

  • „Das Praktikum ist Teil meines Studiengangs … und umfasst …“
  • „Fachlich wollte ich an den Bereich … anknüpfen, den ich im Modul … kennengelernt habe.“

Schwach und besser im Vergleich

Schwach

Ich habe mein Praktikum bei Firma X gemacht, weil ich das interessant fand.

Besser

Ich habe mein Praktikum in der Werkstatt von Firma X absolviert. Mich hat interessiert, wie eine Fehlersuche an modernen Fahrzeugen abläuft, weil ich bisher nur einfache Reparaturen am eigenen Fahrrad kannte.

Die zweite Fassung nennt den Bereich und eine nachvollziehbare Motivation statt eines Allgemeinplatzes.

Schwach

Ich wollte einfach mal sehen, wie es in einem Büro so ist.

Besser

Ich wollte herausfinden, wie viel Kundenkontakt zu einer Verwaltungstätigkeit gehört, weil ich mir bisher vor allem stille Schreibtischarbeit darunter vorgestellt hatte.

Aus einem vagen Interesse wird eine Frage, auf die der Bericht später antworten kann.

Schwach

Das Praktikum war Pflicht, deshalb habe ich mich beworben.

Besser

Das Praktikum ist im vierten Semester vorgeschrieben. Ich habe mich bewusst für eine kleine Einrichtung entschieden, um mehrere Arbeitsbereiche statt nur einen zu sehen.

Auch bei einem Pflichtpraktikum gab es eine Entscheidung - die darfst du erklären.

Erwartungen formulieren, ohne das Fazit vorwegzunehmen

Drei Dinge werden hier oft verwechselt:

  • Erwartung: was du vermutet hast, zum Beispiel „Ich hatte erwartet, viel am Computer zu arbeiten.“
  • Lernziel: was du dir vorgenommen hast, zum Beispiel „Ich wollte die Abläufe in der Warenannahme verstehen.“
  • Urteil: wie du das Praktikum bewertest - das gehört ans Ende, nicht an den Anfang.

Wenn in der Einleitung schon steht, dass alles großartig oder enttäuschend war, hat dein Fazit nichts mehr zu sagen. Halte die Einleitung offen.

Wie lang sollte die Einleitung sein?

Eine allgemeingültige Seitenzahl gibt es nicht. Die Länge richtet sich nach dem Gesamtumfang deines Berichts und nach den Vorgaben deiner Schule oder Hochschule. Als Orientierung: Die Einleitung ist der kürzeste Teil deines Berichts und soll nichts erklären, was später ausführlich kommt. Wenn du beim Schreiben schon Tätigkeiten beschreibst, bist du zu weit.

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