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Ratgeber - Bericht und Zeugnis

Praktikumspräsentation: Aufbau, Inhalt und Beispiele

Wie du eine Präsentation über dein Praktikum aufbaust, Betrieb und Tätigkeiten verständlich zeigst und frei vorträgst.

Stand

Kurzantwort

Bewährt hat sich: Titel, kurzer Blick auf den Betrieb, dein Bereich, typische Tätigkeiten, ein konkretes Beispiel, das Gelernte und ein ehrliches Fazit. Auf die Folien gehören Stichpunkte, keine vertraulichen Inhalte.

Bitte beachten

Diese Seite hilft dir beim Aufbau deiner eigenen Präsentation. Eine fertige Foliensammlung zum Abgeben findest du hier nicht - bewertet wird, was du selbst erlebt und eingeordnet hast.

Ein Aufbau, der fast immer trägt

  1. 01TitelDein Name, Zeitraum, Betrieb oder Einrichtung, Klasse oder Studiengang.
  2. 02Betrieb kurz vorstellenWer ist das, was wird dort gemacht - in wenigen Sätzen, nicht als Firmenporträt.
  3. 03Bereich oder AbteilungWo genau warst du, und was ist dort die Hauptaufgabe?
  4. 04Typische TätigkeitenDrei bis vier Aufgaben, die deinen Alltag geprägt haben.
  5. 05Ein konkretes BeispielEine Situation ausführlicher: was passiert ist, was du getan hast.
  6. 06Was du gelernt hastFachlich und im Umgang mit Menschen.
  7. 07Persönliche ReflexionErwartungen und Realität, Überraschungen, Schwieriges.
  8. 08FazitDeine Einschätzung und was das für deine Berufsvorstellung bedeutet.

Schule, Lehrkraft oder Hochschule können eine andere Gliederung vorgeben, etwa eine Pflichtfolie zum Berufsbild oder zur Bewerbung. Diese Vorgaben gehen immer vor.

Kurz, mittel, ausführlich: eine Frage der Gewichtung

Wie viele Folien du brauchst, lässt sich nicht allgemein sagen - das hängt davon ab, wie viel auf einer Folie steht und wie frei du sprichst. Hilfreicher als eine Zahl ist die Frage, worauf das Gewicht liegt.

Kurz
Bei wenigen Minuten Redezeit trägt ein Beispiel die ganze Präsentation. Betrieb und Bereich bleiben knapp, das Gelernte und dein Fazit bekommen den meisten Platz.
Mittel
Hier passen Betriebsvorstellung, zwei bis drei Tätigkeiten, ein ausführliches Beispiel und eine ehrliche Reflexion nebeneinander. Der Mittelteil ist das Herzstück.
Ausführlich
Mehr Zeit heißt nicht mehr Folien über den Betrieb, sondern mehr Beispiele und Tiefe: ein zweiter Fall, Beobachtungen zum Berufsbild, ein längerer Reflexionsteil.

Verlässlicher als jede Faustregel ist ein Probedurchlauf mit Uhr. Danach weißt du, was du streichen musst.

Den Betrieb vorstellen, ohne Werbung zu machen

Relevant ist nur, was das Publikum braucht, um deine Tätigkeiten einzuordnen:

  • Branche und Art der Einrichtung
  • Standort und ungefähre Größe
  • was dort hergestellt, angeboten oder betreut wird
  • welche Bereiche es gibt
  • in welchem davon du gearbeitet hast

Verzichte auf Werbetexte und Slogans von der Website. Wenn du das Logo verwenden willst, frag im Betrieb kurz nach, ob das in Ordnung ist.

Tätigkeiten zeigen statt aufzählen

Beispiel

„Ich habe E-Mails geschrieben.“

Besser ist die Aufgabe mit Kontext: worum es ging, wie du vorgegangen bist und was du dabei gelernt hast - zum Beispiel, dass Anfragen nach festen Textbausteinen beantwortet werden und warum das im Betrieb so geregelt ist.

Auf der Folie steht davon nur ein Stichwort. Den Rest erzählst du. Wie du Aufgaben ausformulierst, steht unter Tätigkeiten beschreiben.

Bilder und vertrauliche Informationen

Eine Präsentation sehen mehr Menschen als deinen Bericht. Deshalb gilt hier besondere Vorsicht - im Zweifel vorher im Betrieb nachfragen.

  • keine internen Dokumente zeigen, ohne dass es ausdrücklich erlaubt wurde
  • keine personenbezogenen Daten auf Folien, auch nicht klein im Hintergrund
  • keine Screenshots aus internen Systemen
  • Fotos aus dem Betrieb nur mit Erlaubnis, bei erkennbaren Personen zusätzlich mit deren Einverständnis
  • keine Kundendaten, Patientendaten oder Namen betreuter Kinder
  • Bilder aus dem Internet nur nutzen, wenn die Lizenz das erlaubt

Reflexion gehört dazu

Eine Präsentation, die nur Tätigkeiten aufzählt, bleibt blass. Interessant wird sie an der Stelle, an der du sagst, was du über das Berufsfeld herausgefunden hast und wie sich dein Bild verändert hat. Wie du dazu kommst, steht unter Reflexion schreiben, die abschließende Einordnung unter Fazit im Praktikumsbericht.

Den Vortrag halten

Die Folien sind das kleinere Problem. Der Vortrag entscheidet.

  • Stichpunkte auf die Folie, ganze Sätze in den Kopf
  • einmal laut durchsprechen, am besten mit Uhr
  • eine Folie pro Gedanke, lesbare Schriftgröße
  • nicht vorlesen, was ohnehin auf der Folie steht
  • Blickkontakt ins Publikum statt zur Leinwand
  • zwei oder drei mögliche Rückfragen vorher durchdenken
  • ruhig zugeben, wenn du etwas nicht weißt

Präsentation und Bericht zusammen denken

Wenn du beides abgeben musst, spart der Bericht dir Arbeit: Aus seiner Gliederung wird die Struktur der Präsentation, aus dem Fazit der Schluss. Umgekehrt hilft die Präsentation beim Bericht, weil du gezwungen bist, das Wichtigste in wenige Sätze zu bringen. Den Rahmen dafür liefert der Ratgeber Praktikumsbericht schreiben.

Planungsblatt zum Ausfüllen

Zum Sortieren deiner Inhalte gibt es ein Arbeitsblatt: Praktikumspräsentation planen. Es fragt Kernaussage, Aufbau, Folienplanung und Vorbereitung ab - Folien baust du danach selbst.

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